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<title>Daniel Hopfer</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Daniel Hopfer</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Daniel Hopfer</b> der Ältere (* um <a href="1471" title="1471">1471</a> in <a href="Kaufbeuren" title="Kaufbeuren">Kaufbeuren</a>; † <a href="1536" title="1536">1536</a> in <a href="Augsburg" title="Augsburg">Augsburg</a>; auch <i>Hopffer</i> oder <i>Hopper</i>) war ein deutscher <a href="%C3%84tzen#Waffenzierrat" title="Ätzen">Waffenätzer</a>, <a href="Radierung" title="Radierung">Radierer</a> und <a href="Holzschneider" class="mw-redirect" title="Holzschneider">Holzschneider</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine kunstgeschichtliche Bedeutung erlangte er als Erfinder der <a href="%C3%84tzradierung" title="Ätzradierung">Ätzradierung</a> und als einer der Wegbereiter und Verbreiter der <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissancekunst</a> in Deutschland.
</p>


<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Daniel Hopfer war der Sohn des Malers Bartholomäus Hopfer und seiner Ehefrau Anna Sendler. Geboren und ansässig in Kaufbeuren, übersiedelte er früh nach Augsburg und erwarb dort 1493 das Bürgerrecht, wie es im Bürgerbuch vermerkt ist: „It, uff Sampsttag vor Galli a.etc. Lxxxxiij hatt daniel Hopper von Kauffbeuren maler das Burgerrecht erkauft“.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1497 wird erwähnt, dass Daniel Hopfer mit Justina Grimm verheiratet ist. Sie ist die Schwester des Augsburger Verlegers und <a href="Humanist" class="mw-redirect" title="Humanist">Humanisten</a> <a href="Sigmund_Grimm" class="mw-redirect" title="Sigmund Grimm">Sigmund Grimm</a>, der auch Stadtarzt und Apothekeninhaber ist. Der Ehe entstammen drei Söhne, Jörg, <a href="Hieronymus_Hopfer" title="Hieronymus Hopfer">Hieronymus</a> und Lambert.
</p><p>Im Jahr 1493, am 18. Oktober 1498, 1. Oktober 1501 3. September 1503 konnte er der Zunft der Augsburger Maler, Glaser, Bildschnitzer und Goldschlager jeweils einen <a href="Auszubildender" title="Auszubildender">Lernknaben</a> vorstellen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Augsburger Steuerlisten, in denen Daniel Hopfer bis zu seinem Tode auftaucht, geben Aufschluss über seine Vermögensverhältnisse und offenbaren einen stetigen sozialen und finanziellen Aufstieg. Ab 1505 besitzt er ein eigenes Haus.
</p><p>Hinweise auf seine berufliche Ausbildung sind sehr kärglich. Fest steht, dass er als Vertreter der <a href="Zunft" title="Zunft">Schmiedezunft</a> im Rat der Stadt saß. Zur damaligen Zeit gehörten aber auch die Maler zu dieser Zunft. Seine Nähe zum Schmiedehandwerk ist durch seine Ätzarbeiten auf Waffen und Rüstungen bekannt. Zudem lebte er längere Zeit im Schmiedeviertel von Augsburg.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Fachliteratur wird sein Beruf entweder als <a href="Maler" class="mw-redirect" title="Maler">Maler</a>, Ätzmaler oder <a href="Plattner" title="Plattner">Plattner</a> angegeben.
</p><p>Am 28. Januar 1524 wird ihm in Vertretung Kaiser <a href="Karl_V._(HRR)" title="Karl V. (HRR)">Karls V.</a> vom Bruder des Kaisers, <a href="Ferdinand_I._(HRR)" title="Ferdinand I. (HRR)">Erzherzog Ferdinand</a> ein Wappenbrief ausgestellt, womit er in die „alte ehrbare Wappengenossenschaft“ aufgenommen ist. Bemerkenswert ist auch sein Eintreten für die <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a>. 1536 wird „Thoniel Hopfer Zwelffer und Maler“ unter den verstorbenen Meistern angeführt. Seine Witwe wird in den Steuerlisten weitergeführt.
</p><p>Obwohl Daniel Hopfers Arbeiten vom künstlerischen Standpunkt nicht zu den bedeutendsten seiner Zeit zählen, sind sich die <a href="Kunsthistoriker" title="Kunsthistoriker">Kunsthistoriker</a> weitestgehend darüber einig, dass er als Schöpfer und Erfinder der <a href="%C3%84tzradierung" title="Ätzradierung">Ätzradierung</a> betrachtet werden kann. Es ist anzunehmen, dass Daniel Hopfer bereits um 1500 erste Versuche mit der Herstellung von <a href="Eisenradierung" title="Eisenradierung">geätzten Eisenplatten</a> machte, um sie als <a href="Druckplatte" title="Druckplatte">Druckplatten</a> zur Produktion von Grafiken zu verwenden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Künstlerische_Hinterlassenschaft"><span id="K.C3.BCnstlerische_Hinterlassenschaft"></span>Künstlerische Hinterlassenschaft</h2></div>
<p>Das heute erhaltene künstlerische Werk Daniel Hopfers umfasst größtenteils radierte Blätter, die einzeln zum Verkauf bestimmt waren. Dazu kommen noch einige Titelholzschnitte für Bücher, wenige Metallarbeiten sowie seltene <a href="Handzeichnung" class="mw-redirect" title="Handzeichnung">Handzeichnungen</a>. Wenn vorhanden, besteht seine <a href="Signatur_(Kunst)" title="Signatur (Kunst)">Signatur</a> aus den Buchstaben D H, zwischen denen ein Zeichen abgebildet ist, das von den Historikern als Augsburger <a href="Zirbelnuss" title="Zirbelnuss">Pyr</a> (Pinienzapfen des Stadtwappens) oder Hopfendolde interpretiert wird. Eine Datierung seiner Werke nahm Hopfer nur selten vor, sodass eine zeitliche Einordnung seiner Arbeiten nur indirekt möglich ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Waffenätzungen"><span id="Waffen.C3.A4tzungen"></span>Waffenätzungen</h3></div>

<p>Es gibt nur zwei Ätzarbeiten, die nachweislich von Daniel Hopfer stammen und von ihm selbst signiert wurden. Dabei handelt es sich um ein <a href="Schwert" title="Schwert">Schwert</a>, das sich im <a href="Germanisches_Nationalmuseum" title="Germanisches Nationalmuseum">Germanischen Nationalmuseum</a> in <a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberg</a> befindet und ein <a href="Schild_(Waffe)" class="mw-redirect" title="Schild (Waffe)">Turnierschild</a> in der Armeria Real in <a href="Madrid" title="Madrid">Madrid</a>. Die <a href="Ornament" title="Ornament">Ornamente</a> und Figuren auf einem <a href="Harnisch" title="Harnisch">Rossharnisch</a> des <a href="Deutsches_Historisches_Museum" title="Deutsches Historisches Museum">Deutschen Historischen Museums Berlin</a> und eines Rüstungsharnisch im Historischen Museum <a href="Moskau" title="Moskau">Moskau</a> zeigen jedoch Verbindungen zu Schwert und Schild. Man kann davon ausgehen, dass Daniel Hopfer Waffenätzungen für hochgestellte Persönlichkeiten, vielleicht sogar den Kaiser selbst, angefertigt hat. Ein großer Anteil seines damaligen Ansehens mag darauf zurückzuführen sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erste_Radierungen_und_andere_Druckverfahren">Erste Radierungen und andere Druckverfahren</h3></div>
<p>Bevor Daniel Hopfer die Radierung als Bildreproduktionstechnik einführte, gab es bereits zwei im 15. Jahrhundert entwickelte und erprobte Verfahren, den <a href="Holzschnitt" title="Holzschnitt">Holzschnitt</a> und den <a href="Kupferstich" title="Kupferstich">Kupferstich</a>. Während der Holzschnitt in früher Zeit als Hochdrucktechnik zur Herstellung von <a href="Einblattholzschnitt" title="Einblattholzschnitt">Einblattholzschnitten</a> und für die <a href="Buchillustration" title="Buchillustration">Buchillustration</a> Anwendung fand, schien der Kupferstich als <a href="Tiefdruckverfahren" title="Tiefdruckverfahren">Tiefdrucktechnik</a> vorerst nicht dafür geeignet. Dieser etablierte sich aber rasch als eigenständige Kunstform, wie sie durch die Arbeiten von <a href="Albrecht_D%C3%BCrer" title="Albrecht Dürer">Albrecht Dürer</a> bekannt ist.
</p><p>Bei der von Daniel Hopfer erfundenen Ätzradierung handelt es sich, wie beim Kupferstich, ebenfalls um ein Tiefdruckverfahren. Die Vertiefungen auf der Platte, die später die Druckfarbe aufnehmen sollen, werden jedoch nicht auf mechanischem Weg mit <a href="Grabstichel_(Werkzeug)" title="Grabstichel (Werkzeug)">Sticheln</a> oder anderen Werkzeugen hergestellt, sondern durch <a href="S%C3%A4ure" class="mw-redirect" title="Säure">Säuren</a> geätzt. Hopfer verwendete dazu geschmiedete Eisenplatten. Ungeklärt ist hingegen noch die Frage, ob sich die Ätzmalerei auf Waffen und die Technik der Radierung gleichzeitig oder hintereinander entwickelt haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Arbeiten_auf_Papier">Arbeiten auf Papier</h3></div>





<p>Das auf Papier erhaltene Schaffen Hopfers lässt sich inhaltlich in fünf verschiedene Bereiche einteilen:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ornamente,_Entwürfe_und_Zeichnungen"><span id="Ornamente.2C_Entw.C3.BCrfe_und_Zeichnungen"></span>Ornamente, Entwürfe und Zeichnungen</h4></div>
<p>Sehr eigenständig verarbeitete Hopfer gotische Elemente mit italienischen <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissancevorlagen</a>, die durch Wiederentdeckung römischer Wandmalereien modern geworden waren. Mit seinen Arbeiten beeinflusste Hopfer wesentlich die Einführung und Verbreitung der Renaissance in Deutschland. Für Augsburger <a href="Verleger" title="Verleger">Verleger</a> erstellte er verschiedene Titelholzschnitte mit Figuren und ornamentalen Verzierungen. Ebenso fanden seine kunsthandwerklichen Entwürfe Anwendung bei der Herstellung von <a href="Brettspiel" title="Brettspiel">Brettspielen</a>, <a href="Dolch" title="Dolch">Dolchscheiden</a>, Waschschränken und <a href="Tabernakel" title="Tabernakel">Tabernakeln</a> sowie auch bei der Gestaltung von <a href="Monstranz" title="Monstranz">Monstranzen</a> oder <a href="Altar" title="Altar">Altären</a>. Einige wenige <a href="Gouache" title="Gouache">Gouachen</a> und Federzeichnungen sind von Daniel Hopfer erhalten. Kunsthistoriker vermuten, dass es sich dabei um Vorzeichnungen für <a href="Fresken" class="mw-redirect" title="Fresken">Fresken</a> handelt, da keine diesbezüglichen Radierungen bekannt sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Religiöses_Schaffen"><span id="Religi.C3.B6ses_Schaffen"></span>Religiöses Schaffen</h4></div>
<p>Beeinflusst von bedeutenden italienischen Künstlern, wie beispielsweise <a href="Raffael" title="Raffael">Raffael</a> oder <a href="Andrea_Mantegna" title="Andrea Mantegna">Mantegna</a>, schuf Hopfer eine Reihe von Szenen aus dem Alten und <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> sowie <a href="Heilige" class="mw-redirect" title="Heilige">Heiligendarstellungen</a>. Mehr oder weniger übernahm er die Inhalte einzelner Werke seiner Künstlervorbilder und arrangierte sie neu. Durch die häufige Verwendung von solchen Vorlagen wurden er und seine Söhne von späteren Kunsthistorikern als „diebisches Kunstgesindel“ bezeichnet. Geschichtlich interessant ist Hopfers Sympathie für die Ideen <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luthers</a> und sein Interesse für den Schweizer Reformator <a href="Ulrich_Zwingli" class="mw-redirect" title="Ulrich Zwingli">Ulrich Zwingli</a>. Holzschnitte für Titelblätter reformatorischer Schriften und kritische Radierungen als Bibelillustrationen bezeugen seine Nähe zur <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a>. Es sind auch sozialkritische Blätter und eine <a href="Vanitas" title="Vanitas">Vanitas</a>-Darstellung erhalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Alltagsdarstellungen">Alltagsdarstellungen</h4></div>
<p>Bekannt sind Hopfers Abbildungen von maximilianischen <a href="Landsknecht" title="Landsknecht">Landsknechten</a> in ihren malerischen <a href="Tracht_(Kleidung)" title="Tracht (Kleidung)">Trachten</a>. Die detaillierten Darstellungen dokumentieren sehr genau die Lebensumstände dieser, von Kaiser <a href="Maximilian_I._(HRR)" title="Maximilian I. (HRR)">Maximilian I.</a> geförderten Soldaten. Von kulturgeschichtlicher Bedeutung ist auch eine auf zwei Platten erhaltene Darstellung eines Bauernfestes, die im <a href="Stadtmuseum_Kaufbeuren" title="Stadtmuseum Kaufbeuren">Stadtmuseum Kaufbeuren</a> zu sehen ist. Vorlage für das Werk war vermutlich ein Holzschnitt von <a href="Hans_Sebald_Beham" title="Hans Sebald Beham">Hans Sebald Beham</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Porträts_berühmter_Persönlichkeiten"><span id="Portr.C3.A4ts_ber.C3.BChmter_Pers.C3.B6nlichkeiten"></span>Porträts berühmter Persönlichkeiten</h4></div>
<p>Medaillen, Münzen oder die Bilder anderer Künstler waren für Hopfer Vorlagen für eine Vielzahl von Porträts historischer und zeitgenössischer Berühmtheiten. Dazu zählen beispielsweise die Päpste <a href="Leo_X." title="Leo X.">Leo X.</a>, <a href="Hadrian_VI." title="Hadrian VI.">Hadrian VI.</a> und <a href="Clemens_VII._(Papst)" title="Clemens VII. (Papst)">Clemens VII.</a>, aber auch <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luther</a>, Kaiser <a href="Maximilian_I._(HRR)" title="Maximilian I. (HRR)">Maximilian I.</a>, der französische König <a href="Franz_I._(Frankreich)" title="Franz I. (Frankreich)">Franz I.</a> und Sultan <a href="S%C3%BCleyman_I." title="Süleyman I.">Süleyman I.</a> wurden von ihm abgebildet. Das bekannteste Porträt aus seiner Hand zeigt <a href="Kunz_von_der_Rosen" title="Kunz von der Rosen">Kunz von der Rosen</a> aus Kaufbeuren, dessen Bildnis häufig, aufgrund einer Verwechslung als Porträt des Piraten <a href="Klaus_St%C3%B6rtebeker" title="Klaus Störtebeker">Klaus Störtebeker</a> angesehen wurde. Vorlage für diese Radierung war möglicherweise ein Gemälde <a href="Hans_Burgkmair" class="mw-redirect" title="Hans Burgkmair">Hans Burgkmairs</a>, das jedoch nicht erhalten ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Antike_Mythen_und_mittelalterliche_Legenden">Antike Mythen und mittelalterliche Legenden</h4></div>
<p>In Hopfers Schaffen finden sich auch Themen der antiken <a href="Sage" title="Sage">Sagenwelt</a>. Bei näherer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass sich vieles inhaltlich auf das <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> bezieht.
</p>
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<div class="thumb" style="width: 164px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Detail aus der Radierung von Daniel Hopfer: Jesus und die Ehebrecherin</div>
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<div class="gallerytext">Detail aus der Radierung von Daniel Hopfer: Jesus und die Ehebrecherin</div>
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<div class="gallerytext">Detail aus der Radierung von Daniel Hopfer: Jesus und die Ehebrecherin</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kunstgeschichtliche_Bedeutung_und_der_Einfluss_Daniel_Hopfers_auf_die_Kunst_seiner_Zeit">Kunstgeschichtliche Bedeutung und der Einfluss Daniel Hopfers auf die Kunst seiner Zeit</h2></div>
<p><a href="Augsburg" title="Augsburg">Augsburg</a> als aufstrebende Handelsstadt mit den Familien der <a href="Fugger" title="Fugger">Fugger</a> und <a href="Welser" title="Welser">Welser</a> zog im 15. Jahrhundert viele Gelehrte, Künstler und Handwerker an. Die häufige Anwesenheit von Kaiser Maximilian I. und seines Gefolges verschafften diesen Arbeit und Erwerbsmöglichkeiten. Die intensive Handelsbeziehung mit <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> brachte auch der Kunst neue Impulse. Auch Daniel Hopfer interessierte sich für die, aus dem Süden kommende Formensprache der <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissance</a> und verarbeitet sie in vielen seiner Arbeiten.
</p><p>Nach Daniel Hopfer versuchen sich eine Reihe von zeitgenössischen Künstlern in der Technik der Radierung wie beispielsweise <a href="Lucas_Cranach_der_%C3%84ltere" title="Lucas Cranach der Ältere">Lucas Cranach d. Ä.</a> oder <a href="Hans_Burgkmair" class="mw-redirect" title="Hans Burgkmair">Hans Burgkmair</a>. Die Sprödigkeit des verwendeten Eisens führt jedoch häufig zu nicht zufriedenstellenden Ergebnissen. Deshalb wenden sich zunächst fast alle von dieser Technik wieder ab. Erst als es gelingt, auch Kupferplatten zu ätzen, findet die Radierung eine weitere Verbreitung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_künstlerischen_Nachkommen_Daniel_Hopfers"><span id="Die_k.C3.BCnstlerischen_Nachkommen_Daniel_Hopfers"></span>Die künstlerischen Nachkommen Daniel Hopfers</h2></div>
<p>Zwei der drei Söhne von Daniel Hopfer, <a href="Hieronymus_Hopfer" title="Hieronymus Hopfer">Hieronymus</a> und Lambert traten in die künstlerischen Fußstapfen ihres Vaters. Ihre Arbeiten reichen jedoch weder in künstlerischer noch in innovativer Hinsicht an die ihres Vaters heran. Noch häufiger als er verwenden sie die Motive anderer Künstler für die Gestaltung ihrer Radierungen. Von größerer kunstgeschichtlicher Bedeutung sind die beiden Söhne von Jörg, dem dritten Sohn von Daniel Hopfer. Die beiden Brüder Georg und Daniel Hopfer (der Jüngere) sind wiederum als Ätzmaler tätig. 1566 werden sie von Kaiser <a href="Maximilian_II._(HRR)" title="Maximilian II. (HRR)">Maximilian II.</a> für die Dekorierung von 110 Helmbarten bezahlt, von denen sich einige in den kunsthistorischen Sammlungen von Wien erhalten haben. 1590 wird Georg Hopfer von Kaiser <a href="Rudolf_II._(HRR)" title="Rudolf II. (HRR)">Rudolf</a> in den erblichen Adelsstand erhoben. In dieser Ernennungsurkunde wird Daniel Hopfer d. Ä. als Erfinder der Ätzradierung erwähnt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nachdrucke_von_Hopfers_Grafiken_in_späterer_Zeit"><span id="Nachdrucke_von_Hopfers_Grafiken_in_sp.C3.A4terer_Zeit"></span>Nachdrucke von Hopfers Grafiken in späterer Zeit</h2></div>
<p>Der Nürnberger Verleger David Funck, ein entfernter Verwandter der Hopfers kaufte im 17. Jahrhundert 230 Platten von der Familie Hopfer auf, versah jede in grober Manier mit einer Nummer und brachte von diesen durchnummerierten Platten Abzüge in Umlauf. In den Nachschlagwerken und Sammlungen werden diese Abzüge, im Unterschied zu den ersten Drucken (Zustand I), als Zustand II bezeichnet.
</p><p>92 der Platten finden sich am Anfang des 19. Jahrhunderts beim Frankfurter Verleger C. W. Silberberg. Dieser brachte 1802 unter dem Titel „Opera Hopferiana“ eine Serie von neuen Drucken heraus. Der Großteil der noch erhaltenen Platten befindet sich heute im Berliner Kupferstichkabinett, eine besitzt das Heimatmuseum in Kaufbeuren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Eduard Eyssen: <cite style="font-style:italic">Daniel Hopfer von Kaufbeuren: Meister zu Augsburg 1493 bis 1536</cite>. Dissertation Universität Heidelberg 1901. Karl Rössler, Heidelberg 1904, <a href="OCLC" title="OCLC">OCLC</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://worldcat.org/oclc/602127024">602127024</a> (73&nbsp;S., <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/danielhopfervon00eyssgoog/page/n8/mode/1up">archive.org</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Daniel+Hopfer&amp;rft.au=Eduard+Eyssen&amp;rft.btitle=Daniel+Hopfer+von+Kaufbeuren%3A+Meister+zu+Augsburg+1493+bis+1536&amp;rft.date=1904&amp;rft.genre=book&amp;rft.oclc=602127024&amp;rft.place=Heidelberg&amp;rft.pub=Karl+R%C3%B6ssler" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Tobias Güthner: <cite style="font-style:italic">Handwerk und Kunst an der Schwelle zur Neuzeit. Der Kaufbeurer Radierer Daniel Hopfer</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Das Rätsel von St. Martin</cite>. Bauer, Thalhofen 2002, ISBN 3-934509-07-X.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Daniel+Hopfer&amp;rft.atitle=Handwerk+und+Kunst+an+der+Schwelle+zur+Neuzeit.+Der+Kaufbeurer+Radierer+Daniel+Hopfer&amp;rft.au=Tobias+G%C3%BCthner&amp;rft.btitle=Das+R%C3%A4tsel+von+St.+Martin&amp;rft.date=2002&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=393450907X&amp;rft.place=Thalhofen&amp;rft.pub=Bauer" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><cite style="font-style:italic">The Illustrated Bartsch 10&nbsp;: Sixteenth century German artists Albrecht Dürer</cite>. In: Walter L. Strauss (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">The Illustrated Bartsch</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>10</span>. Abaris Books, New York 1980.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Daniel+Hopfer&amp;rft.atitle=The+Illustrated+Bartsch+10+%3A+Sixteenth+century+German+artists+Albrecht+D%C3%BCrer&amp;rft.btitle=The+Illustrated+Bartsch&amp;rft.date=1980&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=New+York&amp;rft.pub=Abaris+Books&amp;rft.volume=10" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><cite style="font-style:italic">The Illustrated Bartsch 15&nbsp;: Early German masters Barthel Beham, Hans Sebald Beham</cite>. In: Walter L. Strauss (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">The Illustrated Bartsch</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>15</span>. Abaris Books, New York 1978.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Daniel+Hopfer&amp;rft.atitle=The+Illustrated+Bartsch+15+%3A+Early+German+masters+Barthel+Beham%2C+Hans+Sebald+Beham&amp;rft.btitle=The+Illustrated+Bartsch&amp;rft.date=1978&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=New+York&amp;rft.pub=Abaris+Books&amp;rft.volume=15" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Walter_Koschatzky" title="Walter Koschatzky">Walter Koschatzky</a>: <cite style="font-style:italic">Die Kunst der Graphik</cite>. Residenz, Salzburg 1972, ISBN 3-7017-0039-7.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Daniel+Hopfer&amp;rft.au=Walter+Koschatzky&amp;rft.btitle=Die+Kunst+der+Graphik&amp;rft.date=1972&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3701700397&amp;rft.place=Salzburg&amp;rft.pub=Residenz" style="display:none">&nbsp;</span></li>
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<li>Wolfgang Wegner: <cite style="font-style:italic">Hopfer, Daniel</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>9</span>. Duncker &amp; Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>611–612</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd102508585.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Daniel+Hopfer&amp;rft.atitle=Hopfer%2C+Daniel&amp;rft.au=Wolfgang+Wegner&amp;rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&amp;rft.date=1972&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3428001907&amp;rft.pages=611-612&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Duncker+%26+Humblot&amp;rft.volume=9" style="display:none">&nbsp;</span></li>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Daniel_Hopfer?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Daniel Hopfer</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=102508585">Literatur von und über Daniel Hopfer</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.artcyclopedia.com/artists/hopfer_daniel.html">Daniel Hopfer bei Artcyclopedia</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20061205032851/http://www.grafikboerse.de/technik_to/rad.htm">Die Technik der Radierung</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 5. Dezember 2006 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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</li>
</ol>

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<div>
Normdaten&nbsp;(Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/102508585">102508585</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n98052209">n98052209</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/100331590/">100331590</a></span> | </div>
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